Die neue Single
"Never Close Our Eyes"

   
 
 

So

22

Jan

2012

Sandy Stec interviewt Adam

Die amerikanische Radiomoderatorin Sandy Stec, die Adam bereits während der Glamnation-Tour interviewt hat, hatte vor ein paar Tagen erneut die Möglichkeit, ein wenig mit ihm zu plaudern.

 

Die beiden haben sich über allerlei Themen unterhalten, wie zum Beispiel Adams Fastenkur, seine Fans und natürlich sein neues Album. Wieviel Spaß sie zusammen hatten, könnt Ihr Euch hier ansehen.

Sandy: Ich sitze hier mit Adam Lambert, der sich trotz seines vollen Zeitplans ein wenig Zeit genommen hat, um mit uns zu plaudern, also nochmals vielen Dank!

 

Adam: Gern geschehen!

 

S.: Wir haben gerade über ihn beim Burning Man geredet und ich muss sagen, das ist sehr lustig, dass Du das erwähnst, weil ich letztes Wochenende gerade alleine einen Ausflug ins „Death Valley“ unternommen habe, ganz für mich alleine, weil ich Menschen hasse..

 

A.: Haha!

 

S.: Nein, ich liebe Menschen, aber weisst Du, man braucht manchmal seine eigene Zeit…

 

A.: Ja.

 

S.: Und ich habe mich nachts in der Wüste verirrt und mein GPS wusste nicht, wo ich war…

 

A.: Also hätte es wirklich „Death Valley“ sein können!

 

S.: Ja, ich dachte, ich werde umgebracht und ich bin durchgedreht und ich hatte mir Deinen Johnny Cash „Ring of Fire“-Song runtergeladen…

 

A.: Perfekt in der Wüste! Perfekter Song für die Wüste!

 

S.: Ja! Die Liveversion ist fantastisch, dieser Song ist ja so intensiv und vor meinem emotionalen Zusammenbruch dachte ich, dass ich es höre und ich habe es geliebt, also danke schön! Es war ein kostenloser Trip!

 

A.: Haha! Und wenn nichts mehr gegangen wäre, hätte es Dich dazu anregen können, ein Lagerfeuer zu machen, weisst Du, zum Überleben, „Ring of fire“, zwei Hölzer aneinander reiben und so zu überleben!

 

S.: Ja, so war es. Es hat mich so wütend gemacht, dass ich mein Ziel tatsächlich gefunden habe. Ich habe gedacht „Okay, wir machen das!“ Also, vielen Dank!

 

A.: Okay! Ich bin froh, dass ich das Feuer entzündet habe!

 

S.: Das hast Du! Und das keineswegs nur einmal! Also, danke! So, weg von dem Thema! Also, Du siehst umwerfend aus, wie Du es immer tust!

 

A.: Danke! So wie Du!

 

S.: Oh, Du bist so süß! Also lass uns darüber reden, Du fastest gerade? Was hat es damit auf sich?

 

A.: Weisst Du, ich habe mich einfach entschieden… Du gelangst an einen Punkt, wo Du denkst, immer das gleiche Essen und Du fühlst Dich so … bäh… alles so schwer und dann habe ich mit diesem Saft-Fasten angefangen, ich habe es drei oder vier Mal in den letzten Monaten gemacht und ich fühle mich sehr viel besser.

 

S.: Wie lange dauert so ein Fasten?

 

A.: Die ersten beiden waren über drei Tage und dann habe ich eine gemacht, die sechs Tage gedauert hat und es ist wirklich Fasten. Man isst überhaupt nichts, man trinkt seine Mahlzeiten nur.

 

S.: Was trinkst Du da, alles Frucht?

 

A.: Alles nur Obst- und Gemüsesäfte.

 

S.: Weil ich mir einen Jack Lallane Entsafter gekauft habe.

 

A.: Weisst Du, ich habe das über ein Geschäft bezogen, zwei verschiedene in Wirklichkeit, aber ich bin dabei, meinen eigenen Entsafter zu kaufen.

 

S.: Wirklich? Du kannst da sehr gute bekommen!

 

A.: Es macht Mühe, das alles abzuwaschen.

 

S.: Oh, das ist es, warum ich so faul bin, es zu benutzen. Ich denke „Oh, will ich hinterher alles abwaschen, für so eine kleine Menge Ingwersaft?“.

 

A.: Ich meine, ich will jetzt darüber nicht predigen, aber ich fühle mich wirklich viel besser!

 

S.: Oh und Du hast eine Menge Energie dadurch, oder?

 

A.: Meine Energie ist anders, meine Verdauung ist anders, meine Haut ist anders, meine Stimmung ist anders…

 

S.: Wirklich?

 

A.: Ja!

 

S.: Okay! Nun werde ich es definitiv versuchen!

 

A.: Ja, es fühlt sich gut an! Versuche es! Und drei Tage sind wirklich nicht so hart, es hört sich hart an, ist es aber gar nicht!

 

S.: Okay, okay, gut! Also das ist meine Motivation!

 

A.: Reine Willenssache! Viel Wasser trinken und es wird Dir gutgehen.

 

S.: Okay, danke! Also, wir sind nur noch kurze Zeit von Deinem neuen Album entfernt, Dein zweites Album „Trespassing“ kommt demnächst heraus und ich habe ein Zitat gehört, ich weiss nicht mehr, wer es gesagt hat, es war irgendein Künstler und er hat gesagt „Du hast Dein ganzes Leben Zeit, um Dein erstes Album zu veröffentlichen, aber Du hast nur von heute auf morgen Zeit, Dein zweites herauszubringen“.

 

A.: Ich denke, bei mir ist es genau umgekehrt wegen Idol. Idol war beendet und solange das Eisen noch heiss war, hat das Label gesagt „Okay, wir müssen etwas herausbringen“ und so haben wir dieses Album in zwei Monaten fertiggestellt.

 

S.: Wirklich?

 

A.: Ja, wirklich schnell! Und ich denke, es ist großartig, es hat Schwung und es war so, dass man gar nicht viel drüber nachgedacht hat und nur seinem Impuls gefolgt ist und vieles davon hat gut funktioniert und ich bin wirklich stolz darauf, aber es ist vieles von aussen her hereingekommen, wie wollen die Leute mich, wie möchte ich gern sein und das ist ein gutes Lied, das ist ein gutes Lied, okay, hier!

 

S.: Also, Du hast da irgendwie alles mit reingenommen, das sich beim Singen gut anfühlte!

 

A.: Ja! Aber bei diesem Album „Trespassing“ habe ich mir ein Jahr Zeit gelassen, um es zu machen. Und ich bin der Ausführende Produzent des Albums. Ich habe die meiste Musik dieses Albums mitgeschrieben und es war mehr von innen heraus.

 

S.: Okay! Also bist Du jetzt in einer anderen Situation.

 

A.: Ja! Weisst Du, ich kam im letzten Winter von der Tour zurück und war endlich nach den zweieinhalb Jahren das erste Mal wieder in der Lage, in mein normales Leben zurückzukehren.

 

S.: Ja, Du bist ewig getourt…

 

A.: Sechs Monate und es war großartig!

 

S.: Ich dachte schon, ist das illegal? Haha!

 

A.: Nein, es war großartig. Ich meine, es war eine Menge Arbeit, aber es war auch toll, weil ich jetzt meine Fans kenne, rund um die ganze Welt. Ich kenne die Leute, die meine Musik mögen und nun weiss ich auch, welche Musik sie wollen, glaube ich. Und ich denke, nun habe ich eine bessere Vorstellung darüber, was ich erzählen möchte und was ich singen möchte.

 

S.: Und Du hast die besten Fans, ich meine, sie sind so leidenschaftlich wegen Dir.

 

A.: Sie sind so unterstützend und bereit für mich bis zum Ende zu gehen und wenn es nicht für die Fans gewesen wäre, glaube ich nicht, dass ich die Chance gehabt hätte, dieses zweite Album zu machen.

 

S.: Wirklich?

 

A.: Ja! Ich meine, sie sind wirklich der Grund.

 

S.: Ist es hart cool zu bleiben bei den Leuten, die keine Fans sind, ich meine, es gibt Verrückte da draussen?

 

A.: Es gibt in der ganzen Welt Verrückte! Überall! Es gibt jeden Tag Verrückte. Ich bin verrückt, haha!

 

S.: Ich bin auch verrückt! Aber es ist so einfach, wenn es online ist.

 

A.: Weisst Du, man muss einfach… ich kann es einfach nicht lesen, weisst Du?

 

S.: Ja, ich weiss. Gut für Dich!

 

A.: Weil das Internet oftmals ein Platz für negative Dinge ist…

 

S.: Ich weiss!

 

A.: Und ich denke nicht, dass es ein Platz für einen genauen Schnappschuss der realen Welt ist.

 

S.: Richtig.

 

A.: Also denke ich, es ist am besten zu versuchen, einfach seine Scheuklappen aufzusetzen.

 

S.: Du fastest und nimmst Abstand davon!

 

A.: Ja, fasten und einfach Abstand davon nehmen, das ist richtig!

 

S.: Wenn Du nicht gerade dieses hier machst oder tourst, hast Du dann mal eine Auszeit und Zeit zum Erholen?

 

A.: Also letztes Jahr habe ich an dem Album gearbeitet und hier und da ein paar vereinzelte Konzerte gegeben, aber ich hatte eine Menge Freizeit. Es war großartig! Ich habe meine Liebe gefunden, ich habe ein richtig cooles Haus gemietet, das ich auch liebe und ich bin sehr häuslich geworden, haha.

 

S.: Was ist passiert?

 

A.: Ich hatte Zeit und bin jetzt in einer Beziehung…

 

S.: Warst Du bereit für diese Beziehung als sie zu Dir kam?

 

A.: Ich glaube nicht, dass irgendwer jemals… Ich meine, ich war es, aber ich war es auch wieder nicht. Es kam überraschend und unerwartet.

 

S.: Wo hast Du ihn getroffen?

 

A.: In einem Club in Helsinki, wo er herkommt…

 

S.: Wirklich?

 

A.: …in der Nacht, in der ich mein Konzert dort gegeben habe und so…

 

S.: War er Dein Fan?

 

A.: Nein, er war nur in dem Club. Er war nicht mal in meiner Show, was großartig ist.

 

S.: Das ist das Beste. Okay!

 

A.: Und so haben sich die Dinge gut entwickelt und in den darauffolgenden Monaten haben wir uns ein paar Mal getroffen und es hat wirklich gefunkt.

 

S.: Oh, schön für Dich!

 

A.: Und ich glaube, ich war bereit dafür. Weisst Du, ich hatte in meinem Leben nicht viele ernsthafte Beziehungen und daher wusste ich, dass ich lieben und geliebt werden wollte. Also war es Zeit und ich denke, er war in der gleichen Situation.

 

S.: Ja, man muss dazu bereit sein!

 

A.: Ja! Ja!

 

S.: Macht Ihr beiden Sachen, die faule Paare so machen, wie …

 

A.: Wir sind das faulste Paar, das Du vielleicht jemals getroffen hast!

 

S.: Reality TV? Schaut Ihr das zusammen?

 

A.: Nein, weil wir beide daher kommen. Ich denke, wir haben genug davon.

 

S.: Okay, Ihr seid durch damit!

 

A.: Ja! Tatsächlich haben wir neulich gescherzt und uns gefragt „Sind wir irgendwie langweilig?“

 

S.: Hahaha!

 

A.: Wir sind in letzter Zeit so langweilig, alles was wir machen, ist Rumsitzen und Fernsehen schauen und Essen machen…

 

S.: Ich denke, Ihr seid normal!

 

A.: …und tweeten…

 

S.: Tweeten, haha!

 

A.: Haha!

 

S.: Das ist gut!

 

A.: Das ist das Gute daran, dass es für mich seit langer Zeit endlich einem normalen Leben mal wieder so nahe kommt und das ist definitiv in die Entstehung der neuen Musik mit eingeflossen. Ich war imstande über die Freude der Vertrautheit zu schreiben und darüber, glücklich zu sein und befreit zu sein und mit mir selbst zufrieden zu sein und das Coole an dem Album ist, dass es auch eine dunkle Seite gibt. Es ist eine doppelte Art von … die Titelliste ist hell und dunkel.

 

S.: Richtig!

 

A.: Und so behandelt die andere Hälfte des Albums eine Menge an Dingen, die geschehen sind, bevor ich diesen Mann getroffen habe, Herzschmerz, Angst, niedriges Selbstwertgefühl, Missgeschicke. Daher sind es alles sehr echte und ehrliche Dinge aus meinem Leben, gute und schlechte. Mein Ziel ist es, das alles aus meinem Inneren heraus zu schreiben, aber so, dass andere Leute es nachempfinden können. Ich möchte, dass die Leute durch die Musik zusammenkommen und ich möchte, dass meine Fans und ich uns dadurch näher fühlen, denn nach diesem letzten Jahr habe ich sie eine Zeit nicht gesehen…

 

S.: Richtig!

 

A.: …und ich will sie reinlassen. Weisst Du, sie sind so gut zu mir gewesen und haben mir so sehr bei meiner Karriere geholfen und ich habe das Gefühl, ich schulde ihnen das. Ich schulde ihnen, den Schleier zu lüften.

 

S.: Richtig! Und nun warst Du an einem Punkt, wo Du bereit warst, das zu tun.

 

A.: Ich bin bereit, ja! Ich denke, ich bin mehr geerdet und sehr froh und zufrieden in meinem Leben.

 

S.: Aber verändere Dich nie auf der Bühne! Deine Shows sind die Besten!

 

A.: Ich meine, es wird sich entwickeln.

 

S.: Entwickeln? Sicher!

 

A.: Ja. Und ich denke, als Künstler ist das eine der Sachen, die ich erkenne, wenn ich mir das Material ansehe, weil es anders ist, als das vom ersten Album. Es unterscheidet sich musikalisch, die Themen sind andere, weisst Du, das bin immer noch ich, es ist immer noch Adam, den Du vielleicht gemocht hast, aber ich verändere mich, ich wachse heran, ich reife, ich lerne Dinge über mich selber und über die Welt und ich denke, dass Du das in der Musik sehen kannst.

 

S.: Es ist ein Prozess.

 

A.: Das ist es. Jeder wächst fortwährend, weisst Du?

 

S.: Also, das Album „Trespassing“ ist fast draussen, ich sage fast, weil es nur noch eine kurze Zeit dauert, es ist aufregend. Was hoffst Du für Dich selbst, hast Du irgendwelche Ziele dieses Jahr, persönliche oder berufliche Ziele?

 

A.: Naja, beruflich ist das Projekt natürlich meine Besessenheit, mein Baby, weisst Du, ich habe eine lange Zeit damit verbracht, den Gesang und das Songschreiben und die Produktion zu perfektionieren und nun darf ich dazu das Visuelle kreieren, Musikvideos, ich habe Liveauftritte im Fernsehen und anderswo und hoffentlich kann ich bald eine Tour zusammenstellen und es auf die Bühne übertragen.

 

S.: Ja, das ist der beste Teil daran, oder?

 

A.: Ja und ich denke, das ist eine weitere Sache, die ich gelernt habe. Manchmal lässt sich ein richtig großartiger Titel live gar nicht so gut umsetzen und diese Musik ist mit der Absicht geschaffen worden, auch live auf der Bühne gespielt zu werden und trotzdem noch dieselbe Energie zu haben.

 

S.: Okay!

 

A.: Ja, Du lernst! Du hast es zu lernen.

 

S.: Also, ich freue mich darauf. Ich bin bereit dafür! Und Ihr wisst, da ist seine Webseite. Tweetet ihm, er wird Euch zurücktweeten, wenn er dazu Lust hat.

 

A.: Ja, wenn es eine gute Frage ist oder ein guter Tweet.

 

S.: Das Beste für Dich und danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast!

 

A.: Vielen Dank, sehr nett von Dir!

 

A.: Das Leben ist eine Tunika!

 

S.: Das Leben ist eine Tunika!

 

 

 

 

 

Quelle: Sandy Stec

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Kommentare: 1

  • #1

    Adamfreak (Montag, 23 Januar 2012 20:06)

    Sehr cooles Interview.
    ch würde Adam auch mnal wahnsinning gern interviewen.
    Ich glaube ich würde ihm regelrecht löcher in den Bauch fragen.
    Aber zu anfang wäre ich bestimmt auch etwas schüchtern so jemanden wie ihn zu treffen und ihm Fragen stellen zu dürfen.

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