Die neue Single
"Never Close Our Eyes"

   
 
 

Do

26

Jan

2012

Interview mit Entertainment Tonight Canada

Vor ein paar Tagen wurde in der kanadischen Fernsehsendung "Entertainment Tonight" ein neues Interview mit Adam ausgestrahlt.

 

In dem Gespräch mit Matte Babel hat Adam über seine Zusammenarbeit mit Queen und Pharrell berichtet, hauptsächlich ging es aber um sein neues Album. Welche Bedeutung der Song "Underneath" für Adam hat und wie "Trespassing" zu seinem Namen gekommen ist, könnt Ihr hier lesen.

Entertainment Tonight: „Whataya want from me“ war eine große Single, Dein letztes Album war enorm und ich höre von vielen Künstlern, dass man irgendwie erst auf dem zweiten Album zeigen kann, was man selber wirklich drauf hat. Siehst Du das auch so, dass man sich erst auf dem zweiten Album selber mehr einbringen kann?

 

Adam: Ja, ich denke beim ersten Album kam alles eher so von aussen herein. Ich hatte American Idol gemacht und dort viele verschiedene Musikrichtungen gesungen, ich hatte gerade erst meine Fans kennengelernt, ich bin gerade erst in diese ganze Sache eingestiegen und viele Stücke darauf waren von Gastschreibern, ich bin wirklich stolz auf „For your entertainment“, ich denke, es ist großartig gelungen. Wir haben es in zwei Monaten fertiggestellt…

 

ET.: Oh, wirklich?

 

A.: Ja! Es war ein schneller Prozess. Und, weisst Du, die anderen Lieder auf dem Album waren sehr theatralisch, irgendwie übertrieben und auffallend. Bei diesem neuen Album bin ich vorher auf der ganzen Welt getourt und ich bin nach Hause gekommen und in ein Haus gezogen, habe eine großartige Beziehung gefunden und habe das Leben gelebt, das einem normalen Leben vielleicht am nächsten kommt und das seit zwei oder drei Jahren das erste Mal. Deshalb fühle ich, dass das Schreiben nun mehr aus einem geerdeten realen Leben heraus kam und somit hoffentlich eher einen Bezug zu den Zuhörern findet. Ich denke, die Musik hat hoffentlich ein wenig mehr Zugang zum täglichen Leben, weisst Du, weil sie auf dem wirklichen täglichen Leben basiert im Gegensatz zu diesem plötzlichen Auftreten im Fernsehen und in allen Magazinen, was immer so scheint, als wäre es toll und wie ein Märchen, aber ich weiss, eine Menge Leute können sich damit nicht identifizieren.

 

ET.: Ist es ein Märchen?

 

A.: Es ist eines! Es ist auch eine Menge Arbeit, aber…

 

ET.: Oder ist es manchmal auch ein Horrorfilm?

 

A.: Nein, es ist eine Menge Arbeit. Es ist eine Menge Arbeit und Energie aber das ist es wert, weisst Du? Es ist ein wahrgewordener Traum und ich wollte es so.

 

ET.: Weisst Du, ich frage mich, Du bist mit einem großen Zitat herausgekommen, auf das sich viele Leute gestürzt haben, mit dem Zitat, dass „einem keiner beibringen kann, ein schwuler Prominenter zu sein“.

 

A.: Oh ja, ja, das ist die Wahrheit!

 

ET.: Aber wieso ist das anders als ein normaler Prominenter zu sein?

 

A.: Naja, es sollte ja nicht so sein! Es ist auch nicht für mich so, aber wenn einem ständig von der Presse und Fans diese Fragen über das Schwulsein gestellt werden, wandelt es sich schnell und man ist der schwule Prominente. Und ich denke, dass es daher kommt, weil es nicht viele von ihnen gibt. Und daher, weisst Du, einer der wenigen zu sein… es ist eine Belastung, aber es ist auch eine große Chance. Es kommt auf die Umstände an. Manchmal ist es eine Last, dann denke ich „Ich bin nur jemand, der singt“ und manchmal ist es eine großartige Möglichkeit, ein Vorbild für junge Leute zu sein und ihnen zu sagen „Ihr könnt es auch schaffen, es hindert Euch nicht daran, Eure Träume zu verwirklichen!“

 

ET.: Ist es ermüdend, kommt es an einen Punkt, wo Du denkst „Okay, ich bin es leid.“

 

A.: Also, im Endeffekt denke ich, dass jeder es weiss! Es gibt keinen anderen Weg schwul zu sein, ich bin so schwul, wie ich es nur sein kann. Weisst Du, es wurde darüber diskutiert und gesprochen und ich denke, jetzt ist es wichtig zu versuchen, Musik zu schaffen, die das auf der einen Seite anerkennt und dem Zuhörer ungezwungen vermittelt, dass das mein Lebensstil ist, aber die Dinge andererseits auch in einer allgemeinen Art behandelt, so dass egal wie Deine Herkunft ist, egal wie alt Du bist, egal was Deine sexuellen Vorlieben sind, egal wie Deine politische oder Deine religiöse Zugehörigkeit ist, da etwas auf dem Album ist, worauf Du zurückgreifen kannst. Weisst Du, es geht um das menschliche Befinden.

 

ET.: Und ich denke, das Wesentliche daran ist, dass egal welche sexuelle Orientierung Du hast oder was für eine Beziehung Du führst, die Prüfungen und Sorgen des Lebens sind die selben.

 

A.: Ja und ich denke, das ist das Schöne an der Musik, wie sie die Menschen verbindet und wie wir einen gemeinsamen Bereich finden können, es geht darum, was wir gemeinsam haben und nicht, wie unterschiedlich wir sind.

 

ET.: Und weisst Du, in einem Lied wie „Cuckoo“, lass uns mal speziell über diesen Song reden, weil sich gelegentlich jeder fühlt, als sei bei ihm eine Schraube locker.

 

A.: Oh ja! Speziell, wenn man in der Musikindustrie arbeitet und ein Album promotet und auf Tour ist, wie ich schon sagte, kostet es eine Menge an Zeit und Energie und es gab ein paar Momente, wo ich dachte „Ich glaube, ich fühle einen Riss in meinem Gehirn, der es in der Mitte aufspaltet! Haha! Ich denke, ich verliere ein bisschen den Verstand!“ Dieser Song dreht sich darum, diese Sache einfach einzugestehen und seine eigene Verrücktheit zuzugeben und die Tatsache einzugestehen, dass ich manchmal eben nicht normal bin und mich wie ein Spinner fühle und ich denke, jeder fühlt sich mal so. Und ausserdem soll es Dich auch ermutigen, das einfach rauszulassen und so zu handeln, weil es sich gut anfühlt, manchmal ein wenig verrückt zu sein.

 

ET.: Das stimmt!

 

A.: Ja!

 

ET.: Mir ist aufgefallen, hast Du entschieden, zu experimentieren und über die Grenzen hinauszugehen und Sachen auf dieser Platte zu machen, die Du vorher noch nicht gemacht hattest?

 

A.: Ja! Ich denke, wie ich schon sagte, war das erste Album sehr stilisiert und speziell. Weisst Du, „Whataya want from me“ war da eine kleine Ausnahme. Ich wollte irgendwie zurückkehren zu dem, was ich wirklich an der Popmusik liebe. Weisst Du, bei Idol habe ich eine Menge verschiedener musikalischer Stilrichtungen gesungen, ich habe eine Menge klassischen Rock gesungen, ich habe Soul-Standards gesungen, ich habe New Wave Music gesungen und Funk Music und Disco, also kam ich wieder darauf zurück, dass ich Musik machen wollte, zu der die Leute tanzen können, aber ich wollte trotzdem stimmgewaltig sein und es sollte Dance-Music sein, für die sich jeder begeistern kann. Und wenn Du Dir viele der alten Disco-Funk-Songs anschaust, siehst Du, dass sie zeitlos sind. Egal, wer Du bist, Dein Kopf fängt automatisch an, mitzuwippen. Also das war die Richtung, die ich versucht habe, zu finden. Dafür war wirklich hauptsächlich Pharrell der Wegbereiter für mich. Er und ich waren zusammen im Studio und er hat diese Basslinie und diesen Beat hingelegt und ich meinte nur „Oohh! Danke Pharrell!“

 

ET.: Das ist guter Stoff!

 

A.: Ja, er ist DER Mann! Er ist der coolste Typ, den ich je getroffen habe. Weisst Du, ich kam in sein Studio und fühlte mich irgendwie wie ein Trottel, weil ich nicht cool genug war, um dort zu sein. Aber er ist wirklich ein toller Typ und überhaupt nicht überheblich oder eingebildet. Er versteht seine Sache und wollte nur coole Musik kreieren.

 

ET.: Ich stell mir gerade vor… Pharrell und Adam Lambert… wie…?

 

A.: Ja, sie haben es mir erzählt und ich sagte „Wirklich? Er will mit MIR arbeiten?“ Ich meine, ich fühlte mich sehr geehrt, es ist ein Kompliment. Und wir hatten Spaß und eine großartige Zeit. Ich denke, dass wir sehr verschiedene Lebensstile haben, aber wir waren in der Lage, uns irgendwie auf einer intellektuellen und philosophischen Ebene zu verbinden.

 

ET.: Ihr Jungs habt nicht den selben Lebensstil?

 

A.: Nein, nein, sie sind wirklich verschieden! Wir kommen aus verschiedenen Welten, aber das war so cool, dass da zwei Welten auf diesen beiden Tracks zusammengekommen sind und ich denke, das Ergebnis ist etwas wirklich Frisches!

 

ET.: Du scheinst mit einer Menge anderer Leute aus vielen verschiedenen Welten gut zu harmonieren. Viele Leute wollen wissen, was jetzt mit Queen ist, mit einer Queen Tour, ich meine, Du hast es gekillt, ich meine Freddie Mercury war ein großer…

 

A.: Das fühlte sich toll an, gefragt zu werden mit ihnen zu aufzutreten! Ich meinte nur „Ja, bitte…!“, weisst Du. Mein Manager fragte „Ist das etwas, das Du gern tun würdest?“ Ich sagte „Oh, was denkst Du?“, weisst Du. Ich hatte so viel Spaß mit ihnen auf der Bühne und Brian May und Roger Taylor sind total auf dem Boden geblieben, sie sind wirklich großartige Typen. Und in der Lage zu sein, diese Band und Freddie Mercury zu würdigen ist eine wirkliche Ehre. Hoffentlich sind wir in der Lage, noch mehr Sachen zusammen zu machen, das ist alles, was ich sagen kann…

 

ET.: Das ist das, was ich fragen wollte. Wirst Du mit ihnen auf Tour gehen? Es gibt eine Menge Spekulationen über eine eventuelle Tour.

 

A.: Ich weiss nicht. Du weisst, ich habe mein eigenes Album, also muss ich irgendwie einen Weg finden, vielleicht mit beiden etwas zu machen. Ich würde es lieben, wieder mit ihnen zu performen und ich denke, wir werden für die Zukunft etwas ausarbeiten. Aber erstmal muss ich meine eigene Musik, die ich geschrieben habe, zu den Leuten bringen, also…

 

ET.: Da stimme ich Dir zu.

 

A.: Also, wenn ich es auf eine Waage lege, dann habe ich verschiedene Hoffnungen und Träume für beide Dinge.

 

ET.: Mit einem großen Album wie diesem wollen sie Dich auf einer großen Bühne sehen, gerade angesichts Deiner Persönlichkeit, weisst Du, die Leute sterben, um Dich diesen Stoff live performen zu sehen. Du weisst, die Grammys sind manchmal ja ein Ort, wo Leute wieder auftauchen und auftreten, speziell wenn sie neue Projekte am Start haben.

 

A.: Ja!

 

ET.: Wirst Du daran beteiligt sein, an den Grammys?

 

A.: Ich weiss es nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich meine, das Album wird dann gerade erst herausgekommen sein, also kann es sein, dass es noch nicht die Chance hatte, genügend bekannt zu werden, aber ich würde es lieben, dort zu sein, also…

 

ET.: Wir besprechen das besser jetzt hier, vielleicht…

 

A.: Ja, also ich würde gern gehen, ein cooles Outfit anziehen, mir die großartigen Auftritte ansehen. Ich liebe die Grammys, das ist immer viel Spaß. Und letztes Jahr nominiert gewesen zu sein, war … als sie mich angerufen haben und mir gesagt haben, dass ich nominiert bin, meinte ich nur „WAS?“

 

ET.: Hahaha!

 

A.:"Was geht hier ab?" Es war fantastisch!

 

ET.: Da ist eine Menge Verletzlichkeit auf dem neuen Album…

 

A.: Ja.

 

ET.: Ein Lied wie „Underneath“, wie schwierig ist es für Dich, so einen Song zu schreiben? Kannst Du uns ein bißchen was dazu erklären?

 

A.: Ja. Ich denke, ein Prominenter zu sein, ist irgendwie eine seltsame Realität. Ich weiss, die Leute haben es schon oft gehört, ich beschwere mich nicht darüber, berühmt zu sein oder in der Öffentlichkeit zu stehen, ich bin wirklich glücklich, dass ich diese Möglichkeit habe, aber dieser Song dreht sich darum, dass Du Dein Lächeln aufgesetzt hast, aber vielleicht unter der Oberfläche gar nicht glücklich bist an diesem Tag. Vielleicht machst Du gerade eine Trennung durch oder Du schämst Dich wegen irgendetwas oder vielleicht hast Du mit irgendetwas zu kämpfen und ich denke, dieses Lied handelt von der Mühe und dem Kampf und dem Prozess, die Du manchmal hast, weil Du es der Welt nicht zeigen kannst. Und daher denke ich, dass es vielleicht jeder nachempfinden kann. Weisst Du, wenn Du an einem Tag zur Schule gehst und einen miesen Tag hast aber vorher etwas wirklich Wichtiges in Deinem Leben passiert ist, dann musst Du es auch überspielen. Und weisst Du, das behandelt das Lied, es spricht darüber, was unter der Fassade ist.

 

ET.: Und Du wirst da einige Beispiele gehabt haben. Es ist ja so, dass der Normalbürger irgendwann eine Freundin hat und sich entwickelt, wenn er älter wird. Du musst das alles leider im Scheinwerferlicht machen.

 

A.: Ja, es ist definitiv eine neue Art von Herausforderung und Belohnung. Wie ich schon sagte, ich bin nicht hier, um mich zu beschweren, ich bin wirklich glücklich. Aber ich denke, ja, ich bin nicht perfekt, ich habe Zeiten, wo ich etwas vermassel und Fehler mache und ich denke, es ist hart, wenn alle dann auf Dich als Prominenten schauen. Du denkst „Wow, ich hatte einen schlechten Tag neben den 364 anderen guten Tagen und das ist dann der, über den alle reden!“ So ist das Leben!

 

ET.: Wie gehst Du mit einem Zwischenfall um, so wie er in Europa passiert ist?

 

A.: Weisst Du, Du betrachtest die Situation und was ich hauptsächlich nach dieser ganzen Situation gemacht habe war, zu schauen, dass zwischen meinem Freund und mir alles gut war und es war alles gut. Wir waren beide sehr erleichtert, dass alles cool war. Weisst Du, alles was Du in so einer Situation machen kannst ist Verantwortung für Dein Handeln zu übernehmen und voranzugehen und alles Negative ins Positive umzuwandeln. Also haben wir beide, er und ich, als Team uns entschlossen, unseren Lebensstil ein wenig zu überprüfen, ich habe gefastet…hahaha…

 

ET.: Gefastet, hahaha!

 

A.: Ich habe alles gereinigt, weisst Du, und ich übernehme die Verantwortung, es war nicht das beste und verantwortungsvollste Verhalten.

 

ET.: Aber ist das nicht eine dieser Situationen, wo Du denkst „Nun muss ich dies noch bewältigen, nun muss ich mich damit noch befassen…oh Mann!“

 

A.: Ja, es ist stressig, es ist definitiv stressig! Aber noch mal, das ist eben eine der Sachen, ob ich danach gefragt habe oder nicht, es gibt Fälle, da bin ich ein Vorbild. Es war noch gar nicht ganz richtig bei mir angekommen bis ich nach Hause gekommen bin und mit ein paar Freunden und meiner Familie gesprochen hatte und ich habe nun realisiert, dass ich in Zukunft mehr Verantwortung für mein Handeln übernehmen werde und ein wenig reifer in meinem Verhalten sein möchte.

 

ET.: Du bist doch auch viel größer als Dein Freund, oder?

 

A.: Er ist so stark, Mann! Er ist hitzig! Er ist viel sportlicher als ich es bin. Er ist ein Kracher! Ja, aber die andere Sache ist, dass ich denke, dass die Presse die Sache, die da vorgefallen ist, viel dramatischer dargestellt hat, als es in Wirklichkeit war.

 

ET.: Sie lieben es! Die Presse liebt das! Sie stürzen sich darauf…

 

A.: Es ist eine viel bessere Geschichte so, nicht wahr?

 

ET.: …die Fäuste sind geflogen, Kampftritte, weisst Du…

 

A.: Nein! Weisst Du, was da rein interpretiert wurde war, dass es ein gewalttätiger Angriff war und in Wirklichkeit war es mehr eine kindische, betrunkene, schlampige, dumme Sache, die Du jede Nacht vor irgendwelchen Bars siehst.

 

ET.: „Trespassing“ ist also die Leadsingle des kommenden Albums, denke ich mir, weil das Album „Trespassing“ heisst…

 

A.: Ja, ja!

 

ET.: Warum hast Du Dich entschieden, diesen Song zu nehmen, um das Album zu verkörpern?

 

A.: Also, erstens war das einer der Songs, die ich mit Pharrell geschrieben habe und er ist ein Leitbild für das Album. Er ist irgendwie eine Metapher dafür, zu einem Zaun zu gehen vor dem ein Schild steht mit „Betreten verboten!“ und zu sagen „Mir doch egal! Ich gehe trotzdem rein.“ Es bedeutet hauptsächlich „Ich werde tun, was ich tun will, weil ich daran glaube!“ und ein Rebell zu sein und es einfach allen zu zeigen. Und vielleicht auch, den Leuten das Gegenteil zu beweisen, ich denke, darum geht es. Oftmals fühle ich mich in der Musikindustrie noch wie ein Aussenseiter, also sage ich damit „Wisst Ihr was, ich mache es einfach! Ihr sagt, ich kann hier nicht rein, dann komme ich erst recht rein!“ Und ausserdem behandelt der Song „Trespassing“ die eigentliche Idee des unerlaubten Betretens. Ich denke, die Songs auf dem Album enthüllen alle sehr, wie ich bin, also erlaubt es dem Hörer hoffentlich, in mein Innenleben einzudringen.

 

ET.: Wer kennt Dich besser als Du Dich selbst?

 

A.: Äh, ein paar Leute, ein paar Leute, ja!

 

ET.: Ja, gibt es da wen?

 

A.: Ja, ein paar Leute, ja! Ich denke, das Coole an diesem Song ist, dass jeder, der irgendwie in einer Beziehung ist, diesen Moment nachempfinden kann, wo man sagt „Schau mal, manchmal bin ich nicht perfekt, es tut mir leid, dass ich nicht so nett war oder Deine Gefühle verletzt habe und ich brauche Dich und ich liebe Dich.“ Die Liebe lässt uns manchmal spüren, dass wir ohne unsere andere Hälfte nicht wüssten, was wir machen sollten, weisst Du? Und darum dreht sich dieser Song.

 

ET.: Wir machen gerade ein Special darüber, wie Prominente es schaffen, bodenständig zu bleiben und ich denke, von all diesen Leuten bist Du jemand, der meistens…

 

A.: …mit Ausnahme einiger Dinge, haha…

 

ET.: Naja, ich meine, jedes Mal, wenn ich Dich getroffen habe…es gibt nicht viele Künstler wie Du, die auf die Presse zugehen und sagen „Hey, wie geht’s?“. Was hält Dich so auf dem Boden?

 

A.: Weisst Du, ich mag das Gefühl nicht, dass jemand mich umsorgt und streichelt und sich um mich kümmert und immer nur „Ja“ sagt. Ich mag es, Sachen auf eigene Faust zu tun. Unabhängigkeit ist eine Sache, die sehr wichtig für mich ist. Weisst Du, ich bin erst ein wenig später in meinem Leben in diese ganze Sache eingestiegen…

 

ET.: Was ein Segen ist, oder?

 

A.: Ja, das ist es. Ich denke, es relativiert die Dinge. Ich will nicht, dass auf mich aufgepasst wird wie auf ein Baby, ich bin erwachsen. Ja, ich versuche es so echt wie möglich zu halten, weil ich sehr glücklich bin, dass ich in dieser Position gelandet bin.

 

ET.: Also, vielen Dank! … Deine Fans erwarten von Dir, dass Du auf dem Superbowl auftrittst, hast Du von dieser Petition gehört?

 

A.: Ich habe davon gehört, ja! Ich weiss nicht, ob ich die ideale Besetzung wäre, aber ich kann das Beste aus der Nationalhymne herausholen.

 

ET.: Das denke ich, dass Du das kannst, haha!

 

A.: Was soll’s!

 

ET.: Sehr nett von Dir! Schön, Dich zu sehen!

 

A.: Danke, ja!

 

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